„‚Friedensrat‘ für Gaza: „Da gibt es noch ganz viel Skepsis“
22.1.2026 (Vatican News)
Mit Blick auf den von US-Präsident Trump geplanten „Friedensrat“ für Nahost spricht der deutsche Erzbischof Markus Bentz im Interview mit Radio Vatikan von „viel Skepsis“. Der in der deutschen Bischofskonferenz für das Nahost-Dossier verantwortliche Bischof erinnert an die Bedeutung des Völkerrechtes. Was im Westjordanland „im Schatten von Gaza“ gerade geschehe, „hindert den weiteren Friedensprozess“.
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Internationales Bischofstreffen im Heiligen Land beendet
22.1.2026 (DBK)
Mit einem Appell, der Hoffnung auf friedliche Perspektiven im Nahen Osten eine Chance zu geben, ist am 21. Januar 2026 das 25. Internationale Bischofstreffen für Solidarität mit den Christen im Heiligen Land zu Ende gegangen. Seit 17. Januar 2026 haben sich 13 Bischöfe aus zehn Ländern Europas und Nordamerikas mit Vertretern der Ortskirche in Israel und Palästina getroffen, um ein Bild zur aktuellen Lage – gerade angesichts des Waffenstillstands zwischen der Terrororganisation Hamas und Israel – zu erhalten. Als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz nahm Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz (Paderborn), Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche und Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, an dem Treffen teil.
Unter dem Leitwort „Land der Verheißung: Begegnung mit Menschen der Hoffnung“ konnte sich die Delegation ein Bild vom Alltag der Christinnen und Christen in der Westbank machen. Erzbischof Bentz betonte, dass ihn die Verunsicherung und Wut der Menschen sehr betroffen gemacht habe: „Da ist im Schatten von Gaza eine Dynamik im Gang, die bei uns oft übersehen wird, die aber auf keinen Fall hingenommen werden darf. Siedlergewalt und Siedlungsbau müssen sofort ein Ende haben. Das Existenzrecht des palästinensischen Volkes darf nicht infrage gestellt werden. Dafür treten wir genauso ein wie für das Existenzrecht Israels und seine Sicherheit. Allerdings sind Muster erkennbar, die darauf abzielen, eine stabile Zukunft der palästinensischen Bewohner zu verunmöglichen. Aus dem Bruch des Völkerrechts wird nie ein gerechter Friede erwachsen.“
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Abschlusskommuniqué
Pizzaballa: Gazastreifen braucht politischen Neustart
21.1.2026 (religion ORF.at)
Kardinal Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, sieht die dringende Notwendigkeit, den Beginn einer neuen Phase für den Gazastreifen einzuleiten. Die Menschen bräuchten eine Perspektive. Ein Wiederaufflammen des Gaza-Kriegs hält er für unwahrscheinlich.
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Sogar die Hochzeitsfotos sind weg: Hauszerstörungen in Masafer Yatta
21.1.2026 (EAPPI)
Zerstörungen von Wohngebäuden und Infrastruktur gehören zum Alltag von Palästinenser:innen im Westjordanland. In einem diskriminierenden Planungssystem werden ihnen Baugenehmigungen verweigert, während der Ausbau völkerrechtswidriger israelischer Siedlungen mit hohem Tempo vorangeht.
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Jerusalemer Patriarch hofft auf stabile Waffenruhe im Gazastreifen
20.1.2026 (Domradio)
Der oberste katholische Repräsentant in Nahost ist mit Blick auf den Gazastreifen nur verhalten zuversichtlich. Einen erneuten Kriegsausbruch befürchtet er zwar nicht, doch ein Ende der Gewalt erwartet er ebenso wenig. Das sagte er im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur.
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Das israelische Gefängnissystem als Netzwerk von Folterlagern
20.1.2026 (B’Tselem)
B’Tselem veröffentlichte neue Zahlen und Zeugenaussagen, die das Ausmaß der Gewalt gegen Palästinenser in israelischen Gefängnissen belegen. Diese Gefängnisse fungieren als Netzwerk von Folterlagern: systematische Misshandlungen, darunter physische und psychische Gewalt, unmenschliche Bedingungen, gezieltes Aushungern und Verweigerung medizinischer Versorgung, was zu zahlreichen Todesfällen führt. Einige freigelassene Gefangene berichteten, sexuelle Gewalt erlitten oder beobachtet zu haben.
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Erzbischof Bentz ermöglicht spontan hebräisch-arabisches Jugendtreffen und wird dafür geehrt
19.1.2026 (Erzbistum Paderborn)
Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz hat ein hebräisch-arabisches Jugendfest in Israel unterstützt – und es damit erst möglich gemacht. Die hebräischsprachige Gemeinde im Heiligen Land dankt es ihm jetzt mit einer Auszeichnung.
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Alt-Patriarch Sabbah drängt auf Zwei-Staaten-Lösung in Israel
19.1.2026 (Domradio)
Der frühere Lateinische Patriarch von Jerusalem, der Palästinenser Michel Sabbah, hält die Zwei-Staaten-Lösung für Israels einzigen Weg zum Überleben. An einer Koexistenz mit Palästina führe kein Weg vorbei, sagte Sabbah.
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Palästinensische Christen fordern mehr Hilfen gegen Siedlergewalt
18.1.2026 (katholisch.de)
Taibeh ist das letzte palästinensische rein christliche Dorf. Seine Bewohner hoffen auf internationale Unterstützung gegen die zunehmende Gewalt radikaler israelischer Siedler, wie sie im Rahmen eines Bischofstreffens im Heiligen Land bekundeten. Aus Deutschland war Erzbischof Bentz dabei.
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Jerusalem: Christliche Schulen beenden Streik
16.1.2026 (Vatican News)
Nach einem mehrtägigen Stillstand kehrt wieder Leben in die christlichen Schulen der Heiligen Stadt zurück. Ab Samstag, 17. Januar, soll der Unterricht für rund 10.000 Schüler wieder aufgenommen werden. Vorausgegangen war ein massiver Protest gegen die Entscheidung der israelischen Behörden, die Arbeitsgenehmigungen für über 170 Lehrkräfte aus dem Westjordanland nicht zu verlängern.
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Pizzaballa: „Niemand darf den Wunsch nach Würde ignorieren“
13.1.2026 (Vatican News)
Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der lateinische Patriarch von Jerusalem, mahnt angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, dass Frieden ohne Gerechtigkeit nicht vorstellbar ist.
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UNRWA-Chef: „Völkerrecht wird in Gaza offen mit Füßen getreten“
13.1.2026 (Vatican News)
Dass das Völkerrecht mit Füßen getreten wird, ist nichts Neues. Neu ist jedoch, dass dies im Gazastreifen offen und ohne Verbrämungen geschieht. Diese bittere Bilanz zieht der Leiter des Palästinenser-Hilfswerkes der Vereinten Nationen UNRWA, Philippe Lazzarini, nach seiner Audienz bei Papst Leo XIV. im Gespräch mit Radio Vatikan.
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Im Dreieck der Besatzung: Checkpoints, Siedlergewalt und eine neue Trennbarriere im Jordantal
13.1.2026 (EAPPI)
Die Gemeinde Ein Shibli im Jordantal erlebt seit Jahren den Druck von Besatzungsbehörden und Siedlern. Nun wird direkt am Ort ein neuer Checkpoint gebaut, auch eine neue Trennbarriere soll hier starten.
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25. Internationales Bischofstreffen im Heiligen Land
12.1.2026 (DBK)
Vom 17. bis 21. Januar 2026 kommen 13 Bischöfe aus Europa und Nordamerika in Jerusalem zum 25. Internationalen Bischofstreffen im Heiligen Land zusammen. Unter dem Leitwort „Land der Verheißung: Begegnung mit Menschen der Hoffnung“ wollen sie ihre Solidarität mit den Christinnen und Christen vor Ort zum Ausdruck bringen und Initiativen besuchen, die sich für Dialog, Versöhnung und Frieden einsetzen.
Für die Deutsche Bischofskonferenz nimmt Erzbischof Udo Markus Bentz, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten, an dem Treffen teil. Er betont, wie wichtig es sei, gerade nach Terror, Krieg und anhaltender Unsicherheit die Hoffnung nicht aufzugeben und trotz aller Verletzungen nach Wegen des Friedens zu suchen.
Geplant sind Begegnungen mit kirchlichen Verantwortungsträgern sowie mit Organisationen, die den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern sowie zwischen Juden, Christen und Muslimen fördern. Neben Jerusalem stehen auch Besuche in Bethlehem und Taybeh auf dem Programm.
Das Internationale Bischofstreffen dient seit vielen Jahren dazu, die Verbundenheit der Weltkirche mit den Christen im Heiligen Land zu stärken und ihren Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Verständigung zu unterstützen.
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Bethlehem: Die Rückkehr der Pilger bringt neue Hoffnung
10.1.2026 (Vatican News)
Nach den Jahren der Pandemie und den verheerenden Auswirkungen des Krieges in Gaza versucht Bethlehem, den religiösen Tourismus wiederzubeleben. Doch während die ersten Pilgergruppen zurückkehren, kämpft die christliche Gemeinschaft in der Westbank weiterhin mit Massenarbeitslosigkeit, Reisebeschränkungen und einer medizinischen Krise.
Shireen Khamis, die Kommunikationsverantwortliche im Caritas Baby Hospital, berichtet von einem dramatischen Rückgang der Patientenzahlen: Allein im ersten Jahr nach Kriegsbeginn verlor das Krankenhaus 10.000 Patienten – Kinder, die aufgrund der Straßensperren schlicht nicht mehr zu den Behandlungen gelangen konnten. Khamis vergleicht die Situation in der Westbank mit den Ereignissen in Gaza, nur dass sie hier „langsamer und leiser“ ablaufe. Die psychische Belastung sei enorm, besonders für die Kleinsten.
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Heiliges Land: Lateinisches Patriarchat setzt auf Bildung
9.1.2026 (Vatican News)
Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem hat vor wenigen Tagen den ersten Hilfskonvoi des Jahres in den Gazastreifen geschickt. Es fallen keine Bomben mehr, doch zwei Millionen Menschen leben ohne Wohnung und Grunddienste. Besonders wichtig ist in dieser Lage aber auch Bildung.
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Bethlehem: Israelische Behörde will Fußballplatz im Flüchtlingscamp Aida abreißen
8.1.2026 (Jerusalemsverein)
Im Dezember 2025 sperrte die israelische COGAT-Behörde den beliebten Fußballplatz des dicht besiedelten Aida-Flüchtlingscamps in Bethlehem ab und hinterließ eine Abrissverordnung. Der Fußballplatz liegt direkt an der Mauer, die Bethlehem und Ostjerusalem trennt. Auf dem 50 mal 30 Meter großen Feld trainieren regelmäßig etwa 500 Kinder und Jugendliche.
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Patriarch: Gaza „offene Wunde im Gewissen der Welt“
7.1.2026 (religion ORF.at)
Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., hat in seiner Weihnachtsbotschaft in Bethlehem zum Schutz des Lebens, zur Wahrung der Religionsfreiheit und der Menschenwürde im ganzen Heiligen Land aufgerufen. Gaza bezeichnete er als „offene und blutende Wunde im Gewissen der Welt“.
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Bischof Krautwaschl ermutigt zu Reisen ins Heilige Land
5.1.2026 (Katholische Kirche Österreich)
Der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl ermutigt nach einem mehrtägigen Solidaritätsbesuch in Jerusalem und Bethlehem zu Pilgerreisen ins Heilige Land. Bei den Begegnungen mit Vertretern der Ortskirche hätten diese deutlich gemacht, dass eine Rückkehr der Pilger essenziell für die Heilig-Land-Christen sei. „In diesen Tagen ist mir vor Augen geführt worden, dass die Lage im Land beruhigt und ein Besuch der heiligen Stätten jedenfalls möglich ist“, so Bischof Krautwaschl.
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Italien: Solidarität mit Caritas Jerusalem
3.1.2026 (Vatican News)
37 humanitäre Organisationen dürfen künftig nicht mehr im Gazastreifen und im Westjordanland tätig sein, falls sie sich weigern, die neuen israelischen Registrierungsauflagen zu erfüllen. Diese von Israel am Donnerstag bestätigte Maßnahme traf weltweit auf Kritik, auch das Lateinische Patriarchat von Jerusalem hat reagiert. Caritas Italien zeigte sich solidarisch mit der Schwestergesellschaft im Heiligen Land.
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Stellungnahme des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem
Studienjahr im Heiligen Land: „Ökumene, Interreligiosität und Jerusalemer Leben“
1.1.2026 (Domradio)
Ein Jahr lang in Jerusalem studieren und Theologie im Herzen des Heiligen Landes erleben. Das Studienjahr steht neuen Zielgruppen offen. Die Dekane berichten über den Alltag, über Exkursionen und Voraussetzungen.
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