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Liebe Leserin, lieber Leser,
heute senden wir Ihnen die 50. Ausgabe unseres Newsletters – ein kleiner Meilenstein, über den wir uns sehr freuen! Seit der Gründung unserer Initiative im Juni 2010 geht dreimal im Jahr unser Newsletter hinaus, mit Berichten und Neuigkeiten rund um das Caritas Baby Hospital in Bethlehem.
Auch die Ausgabe Nr. 50 ist geprägt von den widersprüchlichen Signalen, die das Heilige Land sendet. Gewalt und Zerstörung, die bange Frage, ob Christen im Nahen Osten noch eine Zukunft haben – und gleichzeitig: ein Marathonlauf durch Bethlehem, ein interreligiöser Friedensmarsch in Jerusalem, ein Kinderkrankenhaus, das ein ambitioniertes Neubauprojekt realisiert.
Beides ist wahr. Und beides gehört in diesen Newsletter. Denn wir wollen nicht nur über Leid berichten, so real und so dringend es ist. Wir wollen auch sichtbar machen, was Menschen unter schwierigsten Bedingungen aufbauen und verteidigen – eine medizinische Versorgung für die Schwächsten, Räume des Dialogs, den Mut, weiterzumachen.
Wir danken Ihnen, dass Sie diesen Newsletter lesen und damit zeigen: Das Heilige Land und seine Menschen sind Ihnen wichtig.
Ihre Freunde des Caritas Baby Hospital |
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Nachrichten aus dem Caritas Baby Hospital |
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Palästina-Marathon 2026 |
Bis zuletzt stand noch nicht fest, ob der Palestine International Marathon stattfinden würde, doch am 8. Mai 2026 war es nach zwei Jahren Pause so weit:
Es wurde gelaufen und auch viele Mitarbeitende des Caritas Baby Hospital nahmen an der 10. Ausgabe des Marathons teil.
Der nächste Palästina-Marathon ist für den 16. April 2027 geplant! |
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Das Caritas Baby Hospital als Partner von Schulen |
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Das Caritas Baby Hospital in Bethlehem hilft Kindern nicht nur im Krankheitsfall. Es bringt Gesundheitswissen direkt in die Schulen. Dort lernen Kinder und Jugendliche, ihren Körper besser zu verstehen, achtsam mit sich selbst umzugehen und Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. |
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Ein geschützter Start ins Leben: Hybrid-Inkubatoren |
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Die Neonatologie des Caritas Baby Hospital erhält zwei moderne Hybrid-Inkubatoren. Das sind spezielle Brutkästen, die zwei Funktionen in einem Gerät vereinen: Als geschlossener Inkubator schützen sie – ähnlich wie im Mutterleib – Frühgeborene mit stabiler Wärme und kontrollierter Luftfeuchtigkeit. |
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Wird die Haube geöffnet, dient das Gerät als Wärmebett. So kann das medizinische Team ein Kind untersuchen oder behandeln, ohne es umlagern zu müssen. Im Caritas Baby Hospital werden jedes Jahr über 500 Neugeborene betreut. Viele von ihnen kommen zu früh zur Welt und benötigen in den ersten Tagen besonders intensive medizinische Begleitung.
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Patientensicherheit: Höchste Auszeichnung der WHO erreicht |
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Das Caritas Baby Hospital erreicht Stufe 4 im Rahmen der Initiative „Patient Safety Friendly Hospital“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dies ist die höchste Stufe, die die WHO in Zusammenarbeit mit dem palästinensischen Gesundheitsministerium vergibt. Damit wird offiziell die hohe Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung bestätigt. |
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Issa Bandak, Geschäftsführer des Caritas Baby Hospital, betonte: „Das Erreichen der Stufe 4 ist nicht nur eine Zertifizierung, sondern vielmehr der Höhepunkt einer täglichen Arbeitskultur, die das Krankenhauspersonal pflegt, um eine sichere, würdevolle und erstklassige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.“
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Generalversammlung 2026 der Kinderhilfe Bethlehem |
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Am 17. Juni 2026 trafen sich in Luzern die Mitglieder der Kinderhilfe Bethlehem, Trägerverein des Caritas Baby Hospital, zur diesjährigen Generalversammlung.
Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Diözesen sowie der Länderbüros aus Deutschland, Italien und Österreich. |
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Erfreulicherweise konnte trotz der schwierigen Situation in Bethlehem und Palästina eine fünfköpfige Delegation aus dem Caritas Baby Hospital anreisen. Nach einer Eucharistiefeier mit Pater Dr. Wilfried Dettling SJ, der für unsere Initiative teilnahm, begrüßte Präsidentin Sibylle Hardegger die Anwesenden. Geschäftsleiterin Kathrin Salmon gab einen Jahresbericht zur Lage in Palästina und Bethlehem – mit Lichtblicken wie dem fast fertiggestellten Neubau der Tageschirurgie. Ihr Fazit: „Wir setzen auf Hoffnung.“
Am Nachmittag teilten Chefarzt Dr. Ra'fat Allawi, Betriebsleiter Atallah Araj, CEO Issa Bandak und Finanzchefin Christine Saca in einem von Kathrin Salmon moderierten Gespräch persönliche und berührende Einblicke in ihre tägliche Arbeit (im Bild v.l.n.r.).
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Jahresbericht 2025 der Kinderhilfe Bethlehem
Film über die Entstehung der Tageschirurgie
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Pulitzer-Fotopreis 2026 für palästinensischen Fotografen |
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Am 4. Mai 2026 wurden die Pulitzer-Preise 2026, einschließlich der Fotopreise, in New York bekannt gegeben. Gewinner in der Kategorie „Breaking News Photography“: Der palästinensische Fotograf Saher Alghorra, Mitarbeiter der New York Times, wurde für seine Serie über Zerstörung und Hunger im Gazastreifen ausgezeichnet. |
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„Christen im Nahen Osten: Bleiben oder Gehen?“ |
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Trotz Kriegslage haben es Christen aus dem Heiligen Land nach Würzburg zum Katholikentag 2026 geschafft, um bei der Podiumsdiskussion „Christen im Nahen Osten: Bleiben oder Gehen?“ am 14. Mai über ihr Leben vor Ort zu sprechen. |
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Die Teilnehmenden waren: der Jerusalemer Benediktiner-Abt Nikodemus Schnabel, Reem Akroush, die als palästinensische Christin das Büro des Heilig-Land-Vereins in Jerusalem leitet, Michel Constantin von der Päpstlichen Mission aus dem Libanon sowie der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz, der die Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz leitet und zuletzt im Januar 2026 im Heiligen Land war.
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Jerusalem: Interreligiöser Marsch für Menschenrechte und Frieden |
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Am 18. Mai 2026 fand in Jerusalem der „Interfaith March for Human Rights and Peace“ statt. Hunderte Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen demonstrierten friedlich für Menschenrechte,
Vielfalt und Koexistenz als Gegenveranstaltung zu den nationalistischen Märschen zum Jerusalem-Tag. |
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Friedenspreis an Daoud Nassar |
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Daoud Nassar vom „Tent of Nations“ (Zelt der Völker) bei Bethlehem erhielt am 18. Mai 2026 in Bergisch Gladbach als erster Preisträger den Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreis. |
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Daoud Nassar konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen. Aus Angst vor vermehrt drohenden Siedlerangriffen sagte er seine Deutschlandreise in letzter Minute ab. Er war per Zoom zugeschaltet, berichtete von der aktuellen Lage und erzählte, was ihm die Kraft für seinen friedlichen Kampf um Gerechtigkeit gibt.
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Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein |
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„Der beinah poetische Essay rechnet mit der Doppelmoral des westlichen Liberalismus ab, der Kriege als alternativlos und Töten als legitim darstellt. (…)
Ausgehend vom Gazakrieg und vor dem Hintergrund seiner eigenen Biografie als Muslim, Vater, Autor und Journalist in der Diaspora hält El Akkad westlichen Akteur*innen den Spiegel vor. (…)
‚Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein‘ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Auch, wenn ich nicht in jedem einzelnen Punkt oder Argument oder jeder Aufforderung zustimme, denn am Ende wird der Kapitalismus von El Akkad zwar problematisiert, aber nicht in Frage gestellt. |
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„Und am Kontrollpunkt wartet die Erniedrigung“ |
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„Ein bewegendes und aufschlussreiches Buch, das einen einzigartigen Einblick in das Leben der christlichen Gemeinschaft im Heiligen Land bietet. Johannes Zang hat während der Osterzeit 2025 eindringliche Gespräche mit 33 palästinensischen Christen geführt, die ihre persönlichen Erfahrungen, Hoffnungen und Herausforderungen im Alltag teilen. Diese Sammlung von Interviews beleuchtet eine oft übersehene Perspektive und dokumentiert die Realität des Lebens unter den gegebenen politischen Umständen, insbesondere die Veränderungen seit Oktober 2023.
Das Werk gibt authentische Einblicke in das Leben der Christen in dieser historisch bedeutsamen Region.
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Put Your Soul on Your Hand and Walk |
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Als es der iranischen Filmemacherin Sepideh Farsi nicht gelingt, die Grenze in den belagerten Gazastreifen zu überqueren, greift sie auf einen alternativen Drehplan zurück. Regelmäßig kommuniziert sie per Videokonferenz mit der dort lebenden, talentierten jungen Journalistin und Fotografin Fatima Hassouna, die zur Hauptfigur ihres Films wird. Der Dokumentarfilm zeigt das Leben und Überleben in Gaza während der anhaltenden israelischen Blockade und der Militärangriffe.
Fatima Hassouna wurde am 16. April 2025, einen Tag nachdem der Film für die Filmfestspiele von Cannes ausgewählt worden war, zusammen mit mehreren Mitgliedern ihrer Familie durch israelische Raketen getötet. |
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The Clown of Gaza |
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Der Regisseur Abdulrahman Sabbah begleitet Uncle Alloush – mit bürgerlichem Namen Alaa Meqdad –, einen kleinwüchsigen Clown mit Behinderung, durch den vom Krieg verwüsteten Gazastreifen. Nachdem sein Zuhause im Flüchtlingslager Shati zerstört wurde, lebt Uncle Alloush mit seiner Familie in einem Zelt und kämpft täglich ums Überleben sowie um Nahrung und Wasser.
Doch inmitten zerbombter Straßen und gebrochener Seelen tritt er weiterhin für Kinder auf – fest entschlossen, Licht in die Dunkelheit zu bringen. Während der Krieg immer näher rückt, hält Uncle Alloush inmitten unvorstellbarer Not am Lachen und an der Kunst fest. |
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Impressum
Freunde des Caritas Baby Hospital Kolleg St. Blasien, Fürstabt-Gerbert-Str. 14, 79837 St. Blasien E-Mail: info@freunde-cbh.de Internet: www.freunde-cbh.de
Ihre Spende hilft! Jesuitenmission IBAN: DE61 7509 0300 0005 1155 82 BIC: GENODEF1M05 Verwendungszweck: X49901 Baby Hospital Bethlehem |
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