Freunde des Caritas Baby Hospital Freunde des Caritas Baby Hospital
... solidarisch - jetzt!
Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem ehrenamtlichen Engagement für das Caritas Baby Hospital in Bethlehem schauen wir täglich hin und verfolgen die Entwicklung im Heiligen Land. Es ist schwer zu ertragen, Berichte über die Gewalt von Siedlern gegen die Bewohner im besetzten Westjordanland zu lesen oder über Pläne und Aktivitäten der israelischen Regierung, die der palästinensischen Bevölkerung ein menschenwürdiges Leben verweigern. Und dennoch bemühen wir uns, Hoffnung zu säen, soweit es in unseren Händen liegt.

„Hoffnung säen“ lautet das Motto der diesjährigen Palmsonntagskollekte. Sie kommt vielen christlichen Einrichtungen im Heiligen Land zugute.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Hoffnung säen können Sie auch durch den Kauf von Olivenholz-Schnitzereien von christlichen Familien in Bethlehem. Und natürlich freuen wir uns über eine großherzige Spende für das Caritas Baby Hospital, damit es weiterhin für alle Kinder Palästinas und ihre Familien eine „Oase der Menschlichkeit“ bleiben kann. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Hoffnung beim täglichen Hinschauen machen uns Organisationen, die auf Unrecht hinweisen. Zum Beispiel die Rabbis for Human Rights oder die israelischen und palästinensischen Aktivisten von Standing Together. Und dann gibt es noch die „Clowns der Herzen“, deren Auftritt am Jerusalem-Tag Natalie Amiri in ihrem Buch Der Nahost-Komplex. Von Menschen, Träumen und Zerstörung beschreibt. Die Clowns der Herzen versuchen, „eine Verbindung aller schlagenden Herzen herzustellen, das Herz ist wie eine Faust – beide kannst du verkrampfen oder öffnen.“ Sie suchen „nach echter Freiheit, einer, in der jeder Mensch Würde hat.“ 

Im Herzen verbunden wünschen wir Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Ihre Freunde des Caritas Baby Hospital 

 Nachrichten aus dem Caritas Baby Hospital 

Medizin im Austausch: Wie Partnerschaften die Versorgung sichern
Medizin im Austausch: Wie Partnerschaften die Versorgung sichern
Internationale und lokale Kooperationen gehen im Caritas Baby Hospital Hand in Hand. So wächst medizinische Kompetenz in Bethlehem und neue Partnerschaften sichern die Versorgung von morgen. So hat zum Beispiel die langjährige Partnerschaft mit der Neuropädiatrie des Universitätsklinikums Tübingen das Caritas Baby Hospital zu einem

führenden Zentrum für neurologische Kinderheilkunde in Palästina gemacht. Es finden monatliche Fallbesprechungen statt sowie digitale Vorträge und Symposien. Während das Team in Bethlehem von zusätzlicher Expertise profitiert, begegnen die Ärztinnen und Ärzte in Tübingen Krankheitsbildern, die in Europa kaum vorkommen. So entsteht ein Austausch, der beiden Seiten nützt und sie bereichert. Für Chefarzt Dr. Ra’fat Allawi ist klar: „Nur im engen Austausch mit internationalen und lokalen Partnern können wir die bestmögliche medizinische Versorgung in Palästina bereitstellen.“

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Lehrkrankenhaus und Ausbildungsmöglichkeiten
Lehrkrankenhaus und Ausbildungsmöglichkeiten
Das Caritas Baby Hospital ist ein Lehrkrankenhaus, in dem Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit haben, sich auf Kinderheilkunde zu spezialisieren. Es bietet zudem klinische Ausbildungsmöglichkeiten für Studierende der Fachrichtungen Krankenpflege, Geburtshilfe, Pharmazie, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.

Darüber hinaus werden Ausbildungsmöglichkeiten für Studierende der Fachrichtungen Laborwissenschaft, Medizin und Biomedizintechnik sowie Sozialarbeit und Ernährungswissenschaften angeboten.

Für den Notfall gut gerüstet
Für den Notfall gut gerüstet
Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, führt das Caritas Baby Hospital regelmäßig Notfall-Simulationstrainings durch. Dabei üben die Fachkräfte, auch in kritischen Situationen schnell und richtig zu entscheiden. Gleichzeitig wird Teamarbeit unter Zeitdruck geübt und klinisches Wissen gezielt aufgefrischt.

Das Ziel: Die Reaktionsfähigkeit durch realistische Notfallszenarien zu stärken. Im Ernstfall zählt manchmal jede Sekunde.

 Allgemeine Informationen 

Kunsthandwerk aus dem Heiligen Land
Kunsthandwerk aus dem Heiligen Land
Gemeinsam mit der Caritas Jerusalem und einigen Handwerksbetrieben aus Bethlehem startete das Hilfswerk Initiative Christlicher Orient 2001 die Aktion „Licht für Bethlehem“.

Seit 2020 führt der Verein Handwerk Christlicher Orient diese langjährige Tradition fort.

Durch den Erwerb von Olivenholz-Schnitzereien können Sie Christen im Heiligen Land unterstützen. Aber auch anderes Kunsthandwerk findet sich im Sortiment, beispielsweise Keramik aus Palästina oder Artikel zu Ostern. Danke für Ihre Solidarität!

Restaurierung der Geburtsgrotte
Restaurierung der Geburtsgrotte
Die bevorstehende Restaurierung der Geburtsgrotte in Bethlehem hat für den syrisch-katholischen Pfarrer Frédéric Masson eine gesellschaftliche und spirituelle Bedeutung und sei „ein sehr starkes Zeichen der Hoffnung“.

Die Restaurierung stehe für Zukunft, Präsenz und Hoffnung der Christen in Palästina, sagte der Geistliche aus Bethlehem.

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Gewalt in Birzeit: Siedler verletzten Angehörige christlicher Familie, israelisches Militär stürmt Uni-Campus
Gewalt in Birzeit: Siedler verletzten Angehörige christlicher Familie, israelisches Militär stürmt Uni-Campus
In den ersten Wochen des Jahres 2026 setzen sich die gewaltsamen Übergriffe radikaler Siedler und des israelischen Militärs auf die palästinensische Zivilbevölkerung fort. Am 24. Januar drangen in Birzeit, einem Ort nördlich von Ramallah, gewaltbereite israelische Siedler ein und

fügten einer 62-jährigen Frau schwere Kopfverletzungen zu. Im gleichen Ort stürmte israelisches Militär am 6. Januar den Campus der renommierten Universität Birzeit. Dabei wurde auch scharfe Munition eingesetzt und mehr als 40 Studierende wurden verletzt.

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Israelisch-palästinensisches Dialogprojekt
Israelisch-palästinensisches Dialogprojekt
Vom 2. bis 4. Februar 2026 debattierten eine israelische und eine palästinensische Delegation aus dem Nahen Osten in der Evangelischen Akademie Loccum über eine Zweistaatenlösung für ihre Heimat.

Das als Workshop angelegte Treffen unter dem Motto „Two States – Different Alternatives“ initiierte die israelisch-palästinensische NGO „Minds of Peace“, unter der Leitung von Sapir Handelman und Samer Sinjilawi. Mit ihrer Idee, Israelis und Palästinenser aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten zusammenzubringen, um innovative und zeitgemäße Formen der Zweitstaatenlösung zu entwickeln, reagieren sie auf eine bislang zentrale Hürde für den dauerhaften Frieden in der Region. In Loccum konnten sich die Delegationen bereits auf ein gemeinsames Konzeptpapier einigen, das alle unterschrieben.

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The International Peace Conference in Loccum (January 2026) – Konzeptpapier

EAPPI-Begleitperson werden
EAPPI-Begleitperson werden
Ökumenische Begleitpersonen beobachten und dokumentieren den Alltag unter Besatzung im Westjordanland sowie Ost-Jerusalem und solidarisieren sich mit den lokalen christlichen Gemeinden sowie palästinensischen und israelischen Menschenrechtsgruppen.

Nach ihrer Rückkehr berichten sie von ihren Beobachtungen, um für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel zu werben. Bewerbungen für einen dreimonatigen Einsatz mit EAPPI sind über die Entsendeorganisationen Berliner Missionswerk und pax christi – Deutsche Sektion möglich. Die Bewerbungsfrist für Einsätze ab November 2026 ist der 17. Mai 2026.

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 Lesenswert 

I'm a girl, you're a boy. Zwischen Jerusalem und Gaza
I'm a girl, you're a boy. Zwischen Jerusalem und Gaza
Die französische Originalausgabe dieses Jugendbuchs stammt aus dem Jahr 2005. Es enthält einen E-Mail-Briefwechsel zwischen Tal, einer 17-jährigen Israelin aus Jerusalem, und Naïm, einem 20-jährigen Palästinenser aus dem Gazastreifen. Die Lebensumstände von Tal werden geschildert und wie es zum Kontakt zu Naïm kommt, der sich zunächst nur „Gazaman“ nennt und Tal ziemlich abweisende Nachrichten schreibt. Aber Tal lässt nicht locker. Auch das Leben von Naïm und seiner Familie lernt man kennen und fiebert mit, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt, und wünscht ihnen eine persönliche Begegnung. Ob es dazu kommt, wird hier nicht verraten.

Nur ein Satz aus der letzten E-Mail von Naïm: „Eines Tages werdet ihr, werden wir, werden wir alle gemeinsam erkennen, dass es bei Gewalt keine Gewinner gibt, dass in diesem Krieg alle Verlierer sind.“

Fazit: Ein Buch, das beiden Seiten gerecht wird und nicht einseitig Partei ergreift. Sehr empfehlenswert – auch für Erwachsene!

Valérie Zenatti: I'm a girl, you're a boy – Zwischen Jerusalem und Gaza. dtv 2024

Christen in der Region Gaza. Eine vergessene Geschichte
Christen in der Region Gaza. Eine vergessene Geschichte
„Röwekamp schildert nüchtern und dennoch fesselnd, wie sich dieser Landstrich seit den fassbaren Anfängen im 14. vorchristlichen Jahrhundert entwickelt hat. Ab dem zweiten Kapitel zeigt er titelgerecht, wie sich Christen dort ansiedelten und bis heute dort leben. (...) Die Darstellung der vielfältigen Geschichte der Region wird eingerahmt von der kriegerischen Gegenwart. (...) In dem kurzen Band kann nicht alles ausführlich zur Sprache kommen. (...) Insgesamt ist bemerkenswert, wie viel Einsicht der Band vermittelt.“
(Simon Kuntze, in der Zeitschrift „Im Lande der Bibel“, Ausgabe 3/2025, S.18/19)

Georg Röwekamp: Christen in der Region Gaza. Eine vergessene Geschichte. Herder 2025

Nach dem Krieg, vor dem Krieg. Erinnerungen zwischen Palästina und Israel
Nach dem Krieg, vor dem Krieg. Erinnerungen zwischen Palästina und Israel
Hillel Cohen, einer der renommiertesten Nahostwissenschaftler weltweit, legt mit diesem illustrierten Memoir etwas Ungewöhnliches vor: keine Analyse, sondern ein Bekenntnis. Er erzählt von seinem Aufwachsen im geteilten Jerusalem, von frühen Streifzügen durch das Westjordanland – und davon, wie diese Erfahrungen seinen Blick auf einen der komplexesten Konflikte der Welt geprägt haben. Was das Buch besonders macht: Cohen sucht keine Schuldigen. Er sucht Verständnis. Die stimmungsvollen Illustrationen der ukrainisch-israelischen Künstlerin Yana Bukler verleihen dem Text eine zusätzliche emotionale Tiefe. Wer den Nahostkonflikt jenseits von Schwarz und Weiß verstehen möchte – hier ist ein guter Einstieg.

Hillel Cohen: Nach dem Krieg, vor dem Krieg. Erinnerungen zwischen Palästina und Israel. Kanon 2025

 Hörenswert 

Israel/Palästina – Podcast von Berliner Schüler:innen
Israel/Palästina – Podcast von Berliner Schüler:innen
Abiturient:innen aus Berlin-Neukölln haben in ihrem letzten Schuljahr ein Podcast-Projekt realisiert und in über 50 Folgen namhafte Stimmen zum Thema Israel/Palästina versammelt. In ihrer Pilot-Folge sagen sie: „In Berlin-Neukölln leben die größte palästinensische Diaspora Deutschlands und viele junge Israelis. Israel und Palästina sind in unserem Bezirk und in unseren Schulen schmerzlich präsent. Wir haben mit Historikern, Rechtswissenschaftlern,

Traumaforschern und Pädagogen gesprochen – darunter einige weltweit führende Experten –, um einen Konflikt besser zu verstehen, der Identitäten prägt, Gemeinschaften spaltet und über Generationen hinweg nachhallt.“

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Über Israel und Palästina sprechen – Podcast von Shai Hoffmann
Über Israel und Palästina sprechen – Podcast von Shai Hoffmann
Shai Hoffmann ist Sozialunternehmer, Aktivist, Moderator und Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft im Wandel GmbH. Mit seiner Arbeit setzt er sich für Dialog und Verständigung ein und realisiert Bildungs- und Dialogformate, die Brücken bauen und den gesellschaftlichen Diskurs mitgestalten und stärken sollen.

Dazu gehört der Podcast „Über Israel und Palästina sprechen“, der die unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft hörbar macht.

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 Sehenswert 

Children No More: „Were and are Gone“
Children No More: „Were and are Gone“
US-amerikanisch-israelisch-britischer Dokumentar-Kurzfilm von Hilla Medalia über eine Mahnwache, die im März 2025 mit einer Handvoll Protestierender beginnt. Sie stehen schweigend auf einem öffentlichen Platz in Tel Aviv, jeder hält das Foto eines in Gaza getöteten Kindes in den Händen. Auf jedem Bild steht der Name, das Alter, das Todesdatum und die Worte „was and is no more“ (war und ist nicht mehr). Ihre Stille ist bedrückend und steht im extremen Gegensatz zum normalen Lebensrhythmus. Angesichts der Bilder wenden einige Passanten ihren Blick ab, andere reagieren mit Verleugnung, Trauer oder Wut. Woche für Woche kommen neue Bilder dazu, immer mehr Menschen schließen sich dem Protest an.

Bei der Oscarverleihung 2026 war der Film in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert. 

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 Impressum 

Freunde des Caritas Baby Hospital  
Kolleg St. Blasien, Fürstabt-Gerbert-Str. 14, 79837 St. Blasien
E-Mail: info@freunde-cbh.de
Internet: www.freunde-cbh.de

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Jesuitenmission
IBAN: DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: X49901 Baby Hospital Bethlehem

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